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Version vom 30. November 2022, 13:52 Uhr

Beauftragung eines Systemanbieters

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Ein Systemanbieter wird mit einem Gesamtpaket beauftragt, das meist auch die Disposition sowie Marketingmaßnahmen enthält. Die Fahrten werden in der Regel von lokalen Taxiunternehmen als Subauftragnehmer*innen des Systemanbieters durchgeführt. Es handelt sich meist um Angebote, deren Bediengebiet sich über ganze Bezirke oder Regionen erstreckt.

Details zu diesem Modell

Für wen ist das Angebot zugänglich?

öffentlich

Wo wird gefahren?

Systemanbieter kommen bisher vor allem dann zum Einsatz, wenn eine größere Zahl an Gemeinden ein gemeinsames Angebot schaffen möchte. Es gibt Angebote die bis zu 60 Gemeinden umfassen. Zu beachten ist jedoch, das mit der Größe des Bediengebiets auch die Anfahrtswege potentiell immer länger werden und die Effizienz des Angebots sehr gering werden kann.

Wie wird gefahren?

Es wird nach Bedarf von Haltepunkt zu Haltepunkt befördert. Das Netz der Haltepunkte ist meist sehr dicht, sodass nur kurze Fußwege entstehen. Die Haltepunkte müssen nicht zwingend physisch erkennbar sein, sie können auch virtuell sein und online oder in der Buchungs-App nachgesehen werden.

Was kostet eine Fahrt?

alles möglich

Wer fährt?

Mit der Erbringung der eigentlichen Verkehrsdienstleistung werden von den Systemanbietern in der Regel Taxi- oder Verkehrsunternehmen beauftragt.

Wer koordiniert die Fahrten und wie werden sie bestellt?

Software zur automatisierten Disposition und Apps zur Buchung des Angebots werden hier vom Systemanbieter zur Verfügung gestellt. In der Regel verfügt dieser auch über eine Telefonzentrale, um eine telefonische Bestellung zu ermöglichen.

Wer plant das Angebot?

Die Systemanbieter bieten in der Regel auch Unterstützung bei der Konzeption des Angebots an.

Was muss ausgeschrieben werden?

Zur Ausschreibung gelangt bei diesem Modell ein Gesamtpaket, das neben der (meist an Subauftragnehmer vergebenen) Durchführung der Fahrten auch die Disposition und gegebenenfalls Dienstleistungen im bereich Marketing umfasst.

Welche Kosten hat die Gemeinde?

Da die Dienstleistung des Systemanbieters auch organisatorische Aufgaben und die Disposition (Software und gegebenenfalls Telefonzentrale) enthält, entsteht für die Gemeinden relativ wenig Aufwand, dem aber auch vergleichsweise hohe Kosten gegenüberstehen. Die Kosten werden zwischen den teilnehmenden Gemeinden üblicherweise nach ihrer Einwohnerzahl aufgeteilt.

Welche Aufgaben hat die Gemeinde?

Die Beauftragung eines Systemanbieters minimiert den Aufwand für Gemeinden.

Beispiele für Bedarfsverkehre dieses Modells

RUFbus Semmering-Rax (Niederösterreich)
Der RUFbus Semmering-Rax bringt Übernachtungsgäste, Einheimische und Tagesgäste zu Kultur-Highlights, Ausflugszielen, Wanderausgangspunkten und Unterkünften. Fahrten sind zwischen über 130 Haltepunkte in den Gemeinden Reichenau an der Rax, Payerbach, Gloggnitz, Schottwien, Semmering und Breitenstein möglich.
Postbus Shuttle Herzogenburg (Niederösterreich)
Das Postbus Shuttle Herzogenburg sorgt für leistbare und bedarfsorientierte Mobilität für alle Bewohner*innen und Tourist*innen und ist die sinnvolle Alternative zum Privat-Pkw sowie die perfekte Ergänzung zum öffentlichen Verkehr.
Flux (Steiermark)
flux mit GKB als Systemanbieter bedient 3.000 Haltepunkte in 42 Gemeinden im Steirischen Zentralraum.
SAM (Steiermark)
SAM versorgt mit der GKB als Systemanbieter über 60 Gemeinden in der Oststeiermark.

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